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Lernen mit Hilfe elektronischer Medien

E-Learning, das Lernen mit elektronischen Medien, wird heute unbestritten als zentraler Bestandteil zukunftsorientierter Bildungskonzepte gesehen, denn moderne Kommunikations- und Informationstechnologien ermöglichen die schnelle, effiziente und bedarfsorientierte Vermittlung von Wissen aller Art. Transportable Datenträger und Online-Netzwerke schaffen zeitliche und räumliche Flexibilität, Inhalte sind jederzeit aktualisierbar, und Kommunikation ist in alle Richtungen möglich. Wirtschaftsunternehmen haben bereits hohe Summen in leistungsfähige Bildungs- und Informationstechnologie investiert. Die Tendenz ist steigend.

Auch private und öffentliche Bildungsträger haben das Potenzial der neuen Technologien erkannt.

Seit geraumer Zeit entstehen in mehreren Bundesländern virtuelle Hochschulen, an Fernuniversitäten können Teilstudiengänge Online absolviert werden und auch in der Fort- und Weiterbildung gehören E-Learning-Systeme zu willkommenen Hilfsmitteln.

In der Medizin wurde das Thema E-Learning bisher eher stiefmütterlich behandelt, obwohl gerade hier der Bedarf überdurchschnittlich groß sein müsste. Seit 2004 werden für Ärzte Weiterbildungsnachweise verlangt. Bei zertifizierten Fortbildungen kann ein Punktekonto aufgefüllt werden. In vorgeschriebenen Zeiträumen müssen Ärzte ein bestimmtes Punktekontingent "angesammelt" haben. Will ein Arzt den vorgeschriebenen Fortbildungsstand erreichen, muss er zum Beispiel durchschnittlich einmal wöchentlich eine entsprechende Veranstaltung besuchen, die u.a. von den Kassenärztlichen Vereinigungen oder den Standesorganisationen angeboten werden. Bei Wochenendveranstaltungen, Ganztageskursen oder Seminaren kann das „Punktekonto“ zwar entsprechend schneller gefüllt werden, dafür sind sie aber zeit- und kostenintensiv. Nicht selten werden zusätzlich lange Anfahrtszeiten und Hotelübernachtungen notwendig.

Fortbildung stellt für den Berufstätigen eine zusätzliche Belastung dar

Fortbildungsveranstaltungen stellen für jeden niedergelassenen Arzt und Apotheker neben der täglichen Arbeit und dem Familienleben eine zusätzliche hohe Belastung dar. Dennoch herrscht Einigkeit darüber, dass Fort- und Weiterbildung notwendig ist. Also geht es bei der Konzeption moderner Angebote in erster Linie um den Zeitfaktor, daneben aber auch um wirtschaftliche Aspekte.
E-Learning-Systeme ersparen dem Anwender Zeit und Kosten. Er kann sich die notwendige Zeit selbst einteilen, die Kurse am Arbeitsplatz oder zu Hause durchführen, Reisekosten entfallen.

Das Institut für medizinische Information hat einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von medizinischer Lernsoftware gelegt. Die ersten zertifizierten Kurse sind 2005 für Ärzte, Apotheker und Studenten verfügbar.

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